Brooks “Cascadia 10″

Ich kann jetzt nicht behaupten den „Cascadia 10“ von Brooks ins kalte Wettkampf-Wasser zu werfen. Denn regnen tut es Anfang Februar beim 10km-Crosslauf „Meerhardt Extreme“ im Bergischen Land nicht. Vielmehr ist gefrorenes Wasser die konkrete Herausforderung. Schnee und zum Teil sogar vereiste Stellen verlangen ein verlässliches Schuhwerk. Und der Cascadia liefert!

Eine Woche zuvor stimmt bereits auf den ersten Testschritten das Gefühl. Fester Halt ohne zu sehr zu drücken. Perfekt. Während ich die halbe Asphaltpalette von Laufsport Bunert in Essen vergeblich nach einem Nachfolger für meinen Saucony „München“ durchprobiere, gibt es beim ausgewählten Trailschuh keinen Moment des Zweifels. Aber der Praxistest steht uns natürlich noch bevor. Zwei Tage vor dem Meerhardt Extreme schlendere ich mit meinem frischen Fang mehr als dass ich ihm einer intensiven Belastungsprobe unterziehe, ein paar Kilometer durch den Park.

Meerhardt Extreme-Test

Meerhardt Extreme-Teststrecke

Der Ernstfall folgt kurz darauf direkt unter herausfordernden Bedingungen im in der Nähe von Gummersbach gelegenen Meerhardter Waldgebiet. Schnee, Eis, Matsch, zum Teil auf kurzen, steilen Downhill-Passagen verlangen dem Cascadia eine Menge ab. Dass es mein erster Cross-Wettlauf seit gut zehn Jahren und zum ersten Mal unter derlei Bedingungen ist, machte die Bedeutung des Schuhwerks nicht geringer. Alles geht gut. Komplett sturzfrei absolviere ich die zehn Kilometer mit knapp 300 +/-Höhenmetern.

Unterwegs auf Fuerteventura

Unterwegs auf Fuerteventura

Anschließend gestatte ich dem Brooks eine gute Woche Pause, ehe er unter ganz anderen Bedingungen erneut seine Klasse unter Beweis zu stellen hat. Denn ich tausche Schnee, Nässe & Kälte des Ruhrgebiets gegen eine Woche Fuerteventura. Temperaturen um die 18 Grad und reichlich Wind erwarten mich an der Nordostküste. Und eine Reihe seit ewigen Zeiten erloschener Vulkankraterreste direkt vor der Haustür. Knifflig wird es auf der Insel, wenn du die Trampelpfade verlässt. Denn dann läufst du direkt in einem Meer von Gesteinsbrocken. Doch auch in diesem doch arg ungewohnten Terrain schlägt sich der Cascadia überzeugend und auch die letzte Prüfung meistert er problemlos, als es auf Geröllpfaden vom Vulkanrücken aus im schnellen Tempo bergab zurück auf Meeresspiegelniveau geht.

In den kommenden Wochen lernt er dann endlich auch das Ruhrgebiet besser kennen, wenn es in die hügelreichen Trails der Dortmunder Bittermark und der Elfringhauser Schweiz geht.

Über Michael (17 Artikel)
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2 Kommentare zu Brooks “Cascadia 10″

  1. Stimmt, einen Trailschuh hätte ich auf Fuerteventura vor einigen Wochen auch gut brauchen können. Man hört ja nur Positives über den Brooks. Wie geeignet ist er Deiner Meinung nach für “ganz normale” Straßen und Waldwege?

    • Hi Thomas, auf Asphalt ist er gefühlt nicht wirklich geeignet. Für ein paar KM ist es kein Problem, aber längere Läufe machen nicht so viel Sinn. Waldbododen schon eher. Auf flachen Wanderwegen komme ich auch mit meinem Straßenschuh zurecht. Aber gerade bei Auf/Ab & Nass/Matschig-Verhältnissen sollte es ein Trail/Schuh sein. Der Brooks ist da wirklich ein Wohlfühl-Schuh, in dem ich mich auch sicher fühle.

      Wo warst du denn auf Fuerteventura? Wenn alles passt, bin ich im Herbst wieder da.

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