Halde Rheinelbe – 20km

Bei der „Schurenbach High“-Tour noch links liegen gelassen, ist die Halde Rheinelbe in Gelsenkirchen heute das anvisierte Ziel. Los geht’s im rund zehn Kilometer entfernten Bochumer Westpark. Der lässt sich entweder mit der Straßenbahnlinie 302 (Haltestelle u. a. Bochumer Verein/Jahrhunderthalle) oder dem PKW erreichen. Die nächstgelegene Autobahn-Zufahrt ist Bochum-Stahlhausen an der A 40. Einmal im Westpark orientiert, lässt sich zu Beginn noch ein Blick auf die imposante Jahrhunderthalle werfen, ehe es über die sogenannte „Erzbahnschwinge“-Brücke auf die Erzbahntrasse geht.

halde 4Die ehemalige Bahnstrecke aus alten Industriezeiten ist mittlerweile Zubringer für die (Fahrrad-)Route der Industriekultur und führt bis zum Gelsenkirchener Zoo bzw. Rhein-Herne-Kanal. Die ersten gut sieben Kilometer von Bochum aus sind asphaltiert, der Rest Schotterboden. Immer wieder geht es auf fast flacher Strecke über kleine Brücken. Nach zweieinhalb Kilometern folgt eine kleine Linkskurve und nicht wundern, wenn es unmittelbar dahinter über dem Kopf seltsam surrt. Hier haben Freunde von Miniatur-Flugzeugen ihren Treffpunkt. Bei Kilometer vier besteht die Möglichkeit, einen Abstecher zum etwas mehr als ein Kilometer entfernten Industriedenkmal Zeche Hannover zu machen, was ich mir an diesem Tag aber spare.

halde 3Stattdessen geht es weitere zweieinhalb Kilometer praktisch nur geradeaus. Freunde von abwechslungsreichen Streckenverläufen kommen hier nur bedingt auf ihre Kosten, allerdings lässt sich gut ein gleichmäßiger Laufrhythmus halten. Bei Kilometer sechs heißt es nicht nur links abbiegen in Richtung Zeche Zollverein (ausgeschildert), sondern besonders aufgepasst auf die zahlreichen Radfahrer. Denn an der T-Kreuzung (geradeaus geht es weiter auf der Erzbahntrasse) liegt ein hoch frequentierter Rastplatz für Ausflügler mit Sitzgelegenheiten und Büdchen. Wer mag, kann sich natürlich auch selbst eine Flasche Wasser oder was auch immer ordern. Definitiv immer von Vorteil derlei Optionen auf seiner Route zu haben. In dem Fall aber Achtung: in den Wintermonaten geschlossen!

Ein zweiter, in dem Fall „klassischer“ und in jeder Jahreszeit geöffneter Kiosk folgt nur gut 1,5/2 Kilometer weiter auf der rechten Seite. An dieser Stelle solltet ihr ohnehin besser kurz abstoppen und gucken, ob bei der Überquerung der Ückendorfer Straße keine Autos von links oder rechts kommen. Gleiches gilt wenig später bei der Bochumer Straße. Wenn ihr 9,5 km auf den Beinen seid, habt ihr den Fuß der Halde Rheinelbe erreicht. (Über Google Maps übrigens nicht zu finden. Stattdessen „Himmelstreppe“ eingeben). Zum Aufstieg eine 120 Grad-Linkskurve und hoch geht es.

halde 2Die Steigung ist eigentlich durchgehend nicht so extrem, dass man allzu sehr hechelt, bzw. aus dem Laufschritt gehen muss. Der Weg schlängelt sich um die Halde und nach ca. drei Minuten hat man die auf dem Gipfel installierte und aus aufeinander gestapelten Steinquadern bestehende „Himmelstreppe“ erreicht. Von hier aus guckt man ca. 100 Meter über Null direkt ins benachbarte Lohrheide-Stadion von Wattenscheid 09, kann aber bei guter Sicht auch in die andere Richtung schauend die Arena Auf Schalke erblicken.

Tja, zum Rückweg ist eigentlich gar nicht mehr viel zu sagen, führt er doch schlicht den Hinweg wieder zurück, um letztlich auf eine ordentliche 20-Kilometer-Distanz zu kommen. Das von A nach B und zurück nach A laufen ist zwar nicht so attraktiv wie ein schicker Rundkurs, macht aber in diesem Fall am meisten Sinn, um sich wirklich nur punktuell mit dem Autoverkehr auseinander setzen zu müssen.

Zum Training für schnelle Wettkämpfe ist die flache Strecke auf jeden Fall zu empfehlen und wer es kürzer mag, bzw. vielleicht unterwegs feststellt, dass die Beine heute etwas schwer sind, kann sich zum Beispiel dazu entscheiden, bereits am Fahrradtreff zu wenden und hat dann eine solide 12 km-Einheit absolviert. Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß beim Ausprobieren.

Über Michael (17 Artikel)
"When you´re running, it´s life. Anything that happens before or after is just waiting" ...as Steve McQueen didn´t say

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